Geschichte von 1992- 2005:

1992  1993   1994   1995   1996   1997   1998   1999   2000   2001   2002   2003   2004   2005   2006

1992
In diesem Jahr beschlossen drei Jugendliche, Norbert Vogler, Andreas Kuhn, und Torsten Wohmann spontan ein kleines Rennen für Mopeds und Serienmotorräder zu organisieren. Ohne jede Erfahrung aber voller Enthusiasmus schafften sie es tatsächlich, eine kleine bescheidene ca. 15 km lange und offiziell genehmigte Veranstaltung auf die Beine zu stellen. Es war die erste wirklich klassische Geländefahrt nach der Wende in unserer Region! Der einst so populäre Endurosport lag völlig am Boden- keine legalen Trainingsmöglichkeiten, keine Wettbewerbe im Großraum Zschopau. Das dadurch bedingte illegale Befahren von Wäldern und Feldern war natürlich sehr schädlich für das Image der Geländefahrer.

1993
Durch den Erfolg der ersten Rundfahrt angeregt, begannen die drei Motorsportbegeisterten mit intensiven Bemühungen zur Genehmigung einer Übungsstrecke für den Enduro- Motocross- und Mountainbikesport. Nach vielen vergeblichen Versuchen, ein geeignetes Stück Land zu finden, wurde man mit Hilfe der Endurolegende Harald Sturm schließlich in Witzschdorf fündig. Sturm, der schon erste Kontakte mit der Gemeindeverwaltung geknüpft hatte, gab das Projekt aus Zeitgründen ab. Nun begann ein jahrelanger Kampf mit der Bürokratie und gegen diverse Vorurteile. An zahlreichen Wochenenden wurden Anträge formuliert, viele Kilometer für Behördengänge verfahren und so mancher Urlaubstag der Unternehmung geopfert. Um auch rechtlich anerkannt zu sein, entschied man sich als unabhängige Sektion (EMC) in den Heimatverein Dittmannsdorf e.V. einzutreten. Inzwischen konnten auch einige Mitstreiter gewonnen werden. Die Aktivitäten beschränkten sich nicht nur auf die Bemühungen um die künftige Trainingsstrecke. So wurden Verkehrserziehungslehrgänge für junge Radfahrer durchgeführt und beim Kinderfest Dittmannsdorf war der Club mit Minibike und Quad präsent. Im Herbst fand schließlich die zweite Geländefahrt, das "Novemberenduro", für Mopeds, Serienmotorräder und erstmals auch Spezialmaschinen statt- trotz Dauerregens ein großer Erfolg.

1994
Die Mitgliederzahl der Sektion war inzwischen auf 15 angestiegen. So reifte der Wunsch nach einem eigenen Verein. Am 24. Januar gründete sich der Enduro- und Mountainbikeclub Witzschdorf e.V.. Wenig später folgte der Eintritt in den Dachverband DMV, am 1. Juli trat man dem Landessportbund bei. Der Rest des Jahres wurde verstärkt dem Genehmigungsverfahren zum Trainingsgelände gewidmet, das in die entscheidende Phase getreten war. Die ganze Angelegenheit gestaltete sich nun ziemlich nervaufreibend- einem Schritt vorwärts folgten drei zurück, aber irgendwie konnten doch nach und nach alle Probleme gelöst werden. Parallel zur bürokratischen Arbeit begann der Verein mit der Einzäunung der künftigen Strecke, erste Bepflanzungsmaßnahmen standen an. Um dem Umweltschutzaspekt gerecht zu werden, errichteten die Mitglieder einen Heckenzaun.

1995
Ein wegweisender Augenblick für den Verein: die Genehmigung zum Betrieb der Trainingsstrecke traf ein! Nun konnten endlich die anstehenden umfangreichen Arbeiten zur Streckengestaltung vorgenommen werden. Mit der Pflanzung von über 500 Bäumen und Sträuchern sollte der Anspruch des EMC Motorsport und Umweltschutz miteinander zu verbinden unterstrichen werden. Im Sommer startete der provisorische Trainingsbetrieb. Ein weiteres Highlight des Jahres war sicher das dritte "Novemberenduro". Erstmals nur für Spezialmaschinen ausgeschrieben hatte man eine 40 km Runde über Dittmannsdorf, Witzschdorf, Waldkirchen und Börnichen zusammengestellt. Leider machte ein dramatischer Wintereinbruch alle Bemühungen zunichte. Die Streckenlänge musste massiv eingekürzt werden. Trotz aller oder gerade wegen aller Widrigkeiten erlangte diese Veranstaltung Kultstatus.

1996
Die Mitgliederzahl stieg in diesem Jahr auf 20 an. Zwei Schwerpunkte bestimmten das Clubleben. Zum einen galt es, das Trainingsareal in Ordnung zu halten bzw. die Streckenqualität zu verbessern, andererseits musste das "Novemberenduro" zu einer neuen Qualität geführt werden. Am 12.6. erfolgte der Beitritt zum Sächsischen Landesfachverband für Motorsport. Weiterhin wurde das Trainingsgelände am 6. Juli mit einer großen Party eröffnet. Zahlreiche Aktivitäten sollten der Sache einen würdigen Rahmen bieten. Leider spielte das Wetter mit Dauerregen nicht wirklich mit. Man ließ sich die Freude aber nicht verderben- ein großes Feuerwerk beschloss den denkwürdigen Tag. Das vierte "Novemberenduro" am 02.11. war ein wirklicher Meilenstein in der Vereinsgeschichte. Es wurde unter Federführung des EMC in Zusammenarbeit mit anderen inzwischen gegründeten Motorsportvereinen der Region organisiert. Eine ca. 60 km lange Runde mit anspruchsvollem Gelände, 183 Teilnehmer, 40000 Zuschauer und sehr schönes Wetter sorgten für eine unglaubliche Euphorie. Durch Harald Sturm konnten neben der deutschen Elite auch internationale Stars wie Stefano Passeri oder Mario Rinaldi verpflichtet werden. Startbereich und Parc ferme befanden sich auf dem MZ- Werksgelände in Hohndorf. Unvergessen bleibt sicher die legendäre Siegerehrung auf der Freitreppe des Zschopauer Rathauses.

1997
Ein schwieriges Jahr. Nachdem die anfängliche Euphorie geschwunden und der Alltag eingezogen war, wurde es schwerer die Mitglieder zu Arbeiten an der Strecke zu motivieren. Das fünfte "Novemberenduro" nahm inzwischen fast die gesamte Zeit des Vorstandes in Anspruch, wurde es doch erstmals als Finallauf zur Deutschen Meisterschaft ausgetragen. Angespornt vom Erfolg des Vorjahres sollte alles noch größer und spektakulärer werden- eine nicht ungefährliche Einstellung wie sich später herausstellte! Zunächst ging die Veranstaltung am 01.11. problemlos über die Bühne. Wieder kamen 40000 Fans, waren Spitzenfahrer wie Giovanni Sala und Kari Tiainen am Start, gingen die Ex- DDR Stars mit original MZ- Motorrädern an den Start, gab es großes Lob von Fahrern und Fachpresse. Hinter den Kulissen rumorte es allerdings gewaltig. Das überproportionale Rahmenprogramm mit diversen Festzelten, Partys usw. sorgte für ein dickes Minus in den Kassen. Erschwerend dazu kam der Umstand, dass die anderen mitwirkenden Vereine die führende Rolle des EMC als problematisch empfanden. Die Zukunft des Rennens stand auf dem Spiel!

1998
Um das "Novemberenduro" zu retten ging der Vorstand einen ungewöhnlichen Schritt. Jedes Mitglied nahm die Bürgschaft über eine größere Summe auf, haftete also mit Privatvermögen falls die 98iger Veranstaltung den Verlust des Vorjahres nicht ausglich! Angesichts all dieser Probleme konnte man sich nicht in dem Maß um die Trainingsstrecke kümmern wie es eigentlich nötig gewesen wäre. Das Vereinsleben litt allgemein. Es kam mittlerweile auch zu ernsthaften Spannungen zwischen den Vorstandsmitgliedern. Ein straffer Finanzplan, bessere Kontrolle und beschränkte Kompetenzen einzelner Beteiligter ließen das sechste "Novemberenduro" nun auch finanziell zum Erfolg werden. Sportlich lief sowieso alles wieder perfekt. Mit dem Mannschaftswettbewerb für die Trophy- Senioren und einer Damenklasse konnten zusätzliche Highlights geschaffen werden.

1999
Das finanzielle Problem wurde zwar gelöst, die Unzufriedenheit der anderen Vereine mit der Rolle des EMC beim "Novemberenduro" konnte allerdings nicht besänftigt werden. Im Gegenteil kam es jetzt zu offenen Anfeindungen, hässliche Gerüchte machten die Runde. Immer mehr Leute hatten Probleme mit dem Namen der Veranstaltung. " Rund um Zschopau" sollte es wieder sein. Daher entschloss sich der Vorstand in Absprache mit den Mitgliedern, deren Anzahl mittlerweile auf 69 angestiegen war, die Durchführung der Veranstaltung in die Hände der Veranstaltergemeinschaft "MSC Rund um Zschopau" zu legen. Dennoch blieben ca. 60 % der Gesamtstrecke in der Verantwortlichkeit des Clubs. Am 7.7. richtete man im Rahmen des neu geschaffenen "Erzgebirgscups" die erste offene Vereinsmeisterschaft in Form eines Einzelzeitfahrens auf dem Trainingsgelände aus. Für einige Monate gelang es über ABM einen Streckenarbeiter einzustellen. Ein Vereinstraining auf der Strecke im brandenburgischen Lübbenau fand nur wenige Interessenten. Im September führte man im Rahmen der 600- Jahrfeier des Ortes Witzschdorf einen Off- Road- Nachmittag auf der Strecke durch. Ab dem Herbst bestand die Möglichkeit, einen Teil der Sporthalle des Berufsschulzentrums Zschopau für Kraft- und Fitnesstraining während der Wintermonate zu nutzen. Schließlich trat der Verein aus dem DMV aus. Dies passierte in der Absicht, dem finanziell besser gestellten ADAC beizutreten. Dessen Interesse ging allerdings nach dem Verzicht auf das "Novemberenduro" rapide zurück. Bei der ersten Neuauflage von " Rund um Zschopau" betreuten die Streckenverantwortlichen des EMC ihre Abschnitte im Rahmen des neuen Gesamtkonzeptes.

2000
Das Jahr der großen Krise und des Umbruchs. Die Doppelbelastung der letzten Jahre mit Vereinsführung und Organisation der "Novemberenduros" sorgten für einige Verschleißerscheinungen im Vorstand. Diese äußerten sich unter anderem in zwischenmenschlichen Spannungen innerhalb der Führungsspitze. Hinzu kam ein stärkeres berufliches Engagement einiger wichtiger Funktionäre, das kaum noch Zeit für die Ausführung eines Ehrenamtes zuließ. So konnte es nicht weitergehen. Der EMC stand kurz vor seiner Auflösung bzw. der Integration in einen anderen Verein. In der entscheidenden Versammlung ging es sehr emotional zu. Die meisten Mitglieder sprachen sich für eine Weiterexistenz, notfalls mit neuem Vorstand aus. Am 6.8. stellte man die Strecke wieder für den "Erzgebirgscup" zur Verfügung. Im Juli/ August bekam man von der Agrar- GmbH Erdmannsdorf freundlicherweise ein großes Stoppelfeld für Trainingszwecke zur Verfügung gestellt. Zu " Rund um Zschopau" wurden wieder die traditionellen Streckenabschnitte betreut. Die Jahreshauptversammlung am 17.11. stellte mit der Wahl des bis auf zwei Positionen komplett neuen Vorstandes die Weichen für die Zukunft.

2001
Der EMC eröffnete die Saison in diesem Jahr sehr früh. Am 3.2. fand unter besten winterlichen Bedingungen das erste vom Verein organisierte 3h- Enduro statt. Es gelang, eine anspruchsvolle, ca. 7 km lange Runde zusammenzustellen. Diese beinhaltete das Trainingsgelände sowie das umliegende Terrain einschließlich des Steinbruches Waldkirchen. Immerhin 28 Starter und 200 Zuschauer fanden sich ein. Die Veranstaltung zeigte auch in welche Richtung der neue Vorstand arbeitete: weg vom Leistungssport und stattdessen dem Breitensport eine stabile Basis bieten. Viele Sportfahrer verließen daraufhin den EMC und wechselten zu finanzkräftigeren Clubs. Am 28.7. stand erneut der "Erzgebirgscup" als offene Vereinsmeisterschaft auf dem Programm. Das Rennen entwickelte sich bei herrlichstem Sommerwetter zu einer wahren Staubschlacht. Da halfen auch 4000 Liter Wasser nicht viel. Die interessanteste Neuerung des Jahres bestand in der Gründung einer Mountainbikesektion. Leider lief auch die ABM- Stelle für den nach zwei Fehlversuchen dritten und zuverlässigsten Streckenarbeiter aus. Es wurde begonnen, eine Downhillstrecke auf dem Trainingsgelände zu bauen. Verstärkte Arbeitseinsätze waren dringend notwendig, um das Trainingsareal einigermaßen in Ordnung zu halten. Obligatorisch war wieder die Mitarbeit bei " Rund um Zschopau".

2002
In diesem Jahr wurde eine Idee des EMC vom MSC "Rund um Zschopau" aufgegriffen, der die so genannte "Helferrallye" ins Leben rief. Hier sollte allen Streckenhelfern der großen Herbstveranstaltung die Möglichkeit zu wettkampfmäßiger Betätigung gegeben werden. Über Straßenverbindungen mussten die Trainingsstrecken der Region erreicht werden, die als Sonderprüfungen zu fahren waren. Im Frühsommer stellte der Verein für dieses Rennen sein Gelände zur Verfügung. Außerdem half man bei der Bereitstellung des Fahrerlagers im Steinbruch Waldkirchen sowie der Papierabnahme. Der Lauf zum Erzgebirgscup fand erst am 16.11. auf einem Stoppelfeld in Dittmannsdorf statt. Das Ganze war um eine Woche verschoben worden da ein Wintereinbruch den ersten Versuch unmöglich gemacht hatte. Der Wertungsmodus als Motocrosslauf mit dem so genannten " amerikanischen Finale" sorgte für einen umkomplizierten, schnellen Ablauf und kam bei den Teilnehmern gut an. Am Nachmittag stand ein 2h- Enduro auf dem Plan. 70 Starter nahmen die 7 km lange Strecke in Angriff. Der Vorstand veränderte sich auf der Jahreshauptversammlung noch einmal auf einer Position. Im Oktober wirkte man wieder bei " Rund um Zschopau" mit.

2003
Erster Höhepunkt war die Beteiligung an der Helferrallye im Juni. Das Starterfeld hatte sich noch um die Teilnehmer der Oldtimerklasse erweitert. Der Verein entschied sich in diesem Jahr keinen Lauf zum " Erzgebirgscup" zu veranstalten. Stattdessen organisierte man am 30.08. wieder ein 2h- Enduro auf einem Stoppelfeld. Diesmal gab es zwei Umläufe, am Morgen trug die Lizenzfreie Klasse ihr Rennen aus, nachmittags gingen die Lizenzfahrer die 6 km lange Strecke an. Trotz diverser " Konkurrenzveranstaltungen" kamen immerhin 55 Starter. Es wurden wieder mehrere Arbeitseinsätze durchgeführt, die sich am Ende zu gemütlichen Grillabenden entwickelten. Die Strecke hatte sich im Verlauf der letzten 8,5 Jahre sehr ausgefahren. Der starke Motocrosscharakter zog immer mehr Kritik seitens der Hobbyfahrer nach sich. Sinkende Besucherzahlen bestätigten diesen Trend. Daher beschloss man auf der Jahreshauptversammlung eine umfangreiche Sanierung und Neugestaltung des Tracks. Die Beteiligung bei " Rund um Zschopau" war natürlich wieder eine feste Größe im Vereinsleben.

2004
Im Jahr seines zehnten Bestehens verzichtete der Verein auf große Feierlichkeiten und konzentrierte sich stattdessen auf die Verbesserung des Bestehenden. Die Trainingsstrecke wurde komplett neu gestaltet und so den Bedürfnissen der Hobbyfahrer besser angepasst. In mehreren großen Arbeitseinsätzen im Frühjahr gelang es, die alten Einzäunungen im Zufahrtsbereich durch einen attraktiven Naturzaun zu ersetzen. Diese Maßnahmen zeigten in Form wieder steigender Besucherzahlen ihre Wirkung. Durch einen ehrenamtlichen Kassierer konnte das jahrelange Problem des Streckendienstes endlich zufrieden stellend gelöst werden. Im Juli stand die dritte " Helferrallye" an. Anlässlich des WM- Laufes " Rund um Zschopau" kam der EMC zu besonderen Ehren: das Trainingsgelände war zur offiziellen Einstell- und Einfahrtstrecke für die Teilnehmer erklärt worden. So bot sich die einmalige Gelegenheit, die komplette Weltelite aus nächster Nähe erleben zu können- für alle Mitglieder die dort waren ein einmaliges Erlebnis! Am 30.10. veranstaltete man ein weiteres 2h- Enduro in Dittmannsdorf. Diese Veranstaltung hat mittlerweile Kultstatus erlangt. 86 Starter gingen geteilt in zwei Umläufe und fünf Klassen an den auf den 7 km langen Rundkurs. Dieser bot mit schnellen Stoppelackerpassagen, kleinen Crosseinlagen und kurzen Enduroanteilen alles, was Spaß macht. Trotz Dauerregen ging die Sache problemlos über die Bühne. Die Mitgliederzahl hatte sich mittlerweile bei 40 eingepegelt. Leider zeigte sich, dass der anfängliche Enthusiasmus der Mountainbikesektion schnell verflogen war. So entschied die Jahreshauptversammlung am 10.12., den Downhilltrack einzuebnen.

2005
Zu diesem Jahr lässt sich ein durchaus positives Fazit ziehen. Insgesamt ging der Trend zu einer deutlichen Zunahme des Engagements der einzelnen Mitglieder. Dieser Umstand ist sicher nicht zuletzt auf die sehr gute Vorstandsarbeit zurückzuführen. Das im Jahr 2000 in seiner derzeitigen Konstellation gewählte Gremium hat mittlerweile einen sehr guten Stand der Aufgabenteilung und Zusammenarbeit erreicht So konnten in den Arbeitseinsätzen vom 11.05., 23.06., und 07.09. zahlreiche dringend notwendige Arbeiten auf dem Trainingsgelände erledigt werden. Dazu zählten unter anderem die Instandsetzung von Treppen, Zäunen und Geländern sowie die Grasmahd. Letztere, sonst eher ein Problemfall, verlief 2005 sehr zufrieden stellend. Ein neues Highlight im Veranstaltungskalender sollte das erste Dittmannsdorfer Seifenkistenrennen am 15.05. werden. Hierzu arbeitete der Verein mit dem Jugendclub Dittmannsdorf sowie der Laienspielgruppe Dittmannsdorf/ Witzschdorf e.V. zusammen. Der EMC übernahm technische Abnahme und Zeitnahme. Das Ganze wurde ein großer Erfolg mit einer überwältigenden Zuschauerresonanz. Der 25.06. stand wieder im Zeichen der Helferrallye bzw. Gleichmäßigkeitsfahrt für Oldtimer, die vom MSC " Rund um Zschopau" organisiert wurde. Hierzu stellte man das Vereinsgelände als Sonderprüfung zur Verfügung. Am 01.10. wurde die Trainingsstrecke an Jugendliche vermietet, die ein Mountainbikerennen organisierten. Ein fester Aufgabenbereich war, wie in jedem Jahr, die Mitwirkung bei " Rund um Zschopau". Höhepunkt des jährlichen Clublebens ist sicher die offene Vereinsmeisterschaft. Diese hatte diesmal zusätzlich das Prädikat eines Laufes zum " Erzgebirgscup" erhalten und wurde als 2h- Enduro am 29.10. auf einem Stoppelfeld ausgetragen. Über 100 Starter und ideales Wetter boten beste Vorraussetzungen für ein wunderbares Rennen. Leider spielte die Zeitnahme, die einen rabenschwarzen Tag erwischte, nicht wirklich mit. So blieb die ganze Angelegenheit trotz sonstiger perfekter Organisation leider mit einem schlechten Image behaftet. Erfreuliche Verbesserungen der Außendarstellung des EMC Witzschdorf e.V. stellen sicher der Aufbau einer eigenen Internetpräsenz und die Anschaffung von T-Shirts mit Vereinslogo dar. Für die Erstellung der Homepage gilt dem Ehrenmitglied Norbert Vogler besonderer Dank. Dessen finanzielle Unterstützung machte diesen Schritt erst möglich. Die Hemden wurden zur Jahreshauptversammlung am 09.12. ausgeteilt. Im sportlichen Bereich lief es 2005 nicht schlecht. So belegten die im Motorradbiathlon aktiven Fahrer fast durchgängig Spitzenplätze innerhalb ihrer Klassen. Aber auch im Enduro,- Motocross- und Cross Countrybereich konnten in verschiedenen Meisterschaften gute Ergebnisse erzielt werden.

2006
2006 war ein sehr gutes Jahr für den Verein. Es wurden nicht nur erfolgreiche Veranstaltungen organisiert, auch an der Trainingsstrecke konnten deutliche Verbesserungen erzielt werden. Dazu trugen mehrere Arbeitseinsätze bei. Ein erster fand in Vorbereitung des Biathlons am 15. April statt. Wichtige Aufräumarbeiten standen an. Dank der zahlreichen Beteiligung gestaltete sich diese Aktion sehr effektiv. Das erste Highlight der Saison war sicherlich der Lauf zur Sachsenmeisterschaft im Motorradbiathlon am 22.04. Hierzu war es gelungen, einen abwechslungsreichen Rundkurs zusammen zu stellen. Dieser beinhaltete neben der Crossstrecke auch interessante Wald- und Wiesenpassagen aus der Umgebung Um die 100 zufriedene Teilnehmer und großes Lob von allen Seiten zeugten von einer gelungenen Premiere. Am 27.5. ging das "Klein- Tiroler Seifenkistenrennen" in seine zweite Ausgabe. Der EMC beteiligte sich durch einige Mitglieder wieder an Organisation und Durchführung. Eine weitere feste Größe ist die Bereitstellung des Trainingsareals für das Oldie- Enduro am 25.6. Hierzu wäre allerdings in diesem Jahr eine bessere Informationspolitik seitens des Veranstalters sinnvoll gewesen. Im August und September fanden weitere Arbeitseinsätze speziell zur Rasenmahd statt. Trotz relativ geringer Beteiligung wurde gut gearbeitet. Auf Anfrage von Mountainbikefans aus Gornau stellte man das Vereinsgelände am 14.10. für deren Hobbyrennen zur Verfügung. Traditionell beteiligte sich der Club an der Ausrichtung von " Rund um Zschopau" am 21.10. Im Herbst bot sich die Gelegenheit, den Zustand unserer Crosstrecke zu verbessern. Es konnten noch einmal Technik und Leute aktiviert werde, die einen sehr guten Job machten. Der definitive Höhepunkt des Jahres war sicher die Vereinsmeisterschaft vom 18.11. Als 6h- Enduro ausgeschrieben zog sie trotz des späten Termins über 100 Starter an. Den Verlauf kann man getrost als perfekt bezeichnen. Vom Wetter bis zur fehlerfreien Zeitnahme stimmten alle Rahmenbedingungen. Man hatte aus den Fehlern der Vorjahre gelernt und neue Wege der Organisation beschritten. Diese Maßnahme zahlte sich voll aus. Dabei passierte wegen diverser Genehmigungsprobleme alles innerhalb einer Woche. Der geänderte Modus trug ebenfalls zum kompakten Ablauf bei. Ein großer Dank an alle, die sich an Organisation, Vorbereitung und Durchführung beteiligt haben. Seit Anfang November lief wieder unser Fitnesstraining in der Turnhalle des Berufsschulzentrums Zschopau. Sehr erfreulich ist der Umstand, dass wieder mehr Vereinsmitglieder diese Möglichkeit nutzten und deshalb auch verstärkt im Kraftbereich gearbeitet werden konnte. Insgesamt lässt sich also ein sehr positives Fazit ziehen. Sicher gab es auch weniger erfreuliche Ereignisse, die aber keine größeren Schäden hinterließen. Dies ist ein deutliches Indiz dafür, dass der Zusammenhalt im Kern des Vereines stimmt. Das sollte auch in Zukunft eine solide Arbeit im Rahmen des Möglichen erlauben.